
Es ist Fakt, dass…
…sich der Radverkehr in unseren Städten und Gemeinden einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Auch im Alltag findet das Radfahren immer größeren Zuspruch. Mit der stetigen Zunahme des Radverkehrs in den letzten Jahren haben vielerorts aber auch die Sicherheitsprobleme zuge¬nommen. So ist die Zahl der verunglückten Radfahrer entgegen dem allgemein günstigen Trend in der Unfall¬statistik in den letzten zwölf Jahren tendenziell angestiegen. So verunglückten 2010 rund 75.000 Radfahrer, wobei von den 374 tödlich Verunglückten immerhin 58% auf die Altersgruppe der über 60-jährigen entfielen.
…wesentliche Ursachen hierfür neben fehler¬haften Verhaltensweisen der Verkehrsteilnehmer insbesondere auch auf Defizite der Radverkehrsinfrastruktur zurückzuführen sind. In vielen Kommunen wird der Radverkehr noch eher stief-mütterlich behandelt. Radverkehrsinfrastruktur wird nur selten ganzheitlich im Sinne einer Netzplanung konzipiert, Radwege viel zu oft als Königsweg betrachtet. Dabei haben die Forschungsvorhaben der letzten Jahre gezeigt, dass Radfahrstreifen und Schutzstreifen in vielen Fällen sogar die bessere Lösung darstellen können. Vor allem aber sind es die Knotenpunkte und Einmündungen, denen zukünftig mehr Beachtung geschenkt werden muss.
Was muss man in der Kommune beachten, was kann man tun?
Für den Entwurf und Betrieb von Radverkehrsanlagen liefern die ERA 2010 (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) ein breites Repertoire an Lösungs¬möglich¬keiten. Auch die Änderungen aus der 46. StVO-Novelle und den dazugehörigen Anpassungen der Verwaltungsvorschrift VwV-StVO sind dabei wichtige Aspekte.
Das Bildungswerk der Freien Wähler Bayern (BKB) möchte mit diesem neuen Workshop-Angebot nicht nur dazu beitragen, die Inhalte der ERA 2010 und der StVO-Novelle bekannt zu machen, es sollen vielmehr auch aktuelle Trends im Bereich des Radverkehrs erörtert werden. So werden auch Fahrradverleih¬systeme, Pedelec - Probleme und Finanzierungsfragen angesprochen. Die Veran¬staltung richtet sich an Bürgermeister und kommunale Entscheidungsträger.
Inhalt des Workshops / Seminars (Dauer ca. 3,5 h )